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This boat is leaking quite a lot: Ausflug im Amazonas

January 13, 2019

Von Goldgräbern, pinken Delphinen, von Freundinnen und anderen Stechmucken.

 

Der Amazonas ist ein Regenwald, habe ich in der Schule gelernt. Ein ganz schoen großer noch dazu. Voller Wasser, voller Wald, voller Tiere, voller Pflanzen und voller Eingeborener. Soviel ist klar als ich in Wien ins Flugzeug steige, um nach Manaus zu fliegen. Ich will den Regenwald sehen und noch dazu die Freundin die – so behauptet sie zumindest - auch dorthin kommen wird.

Also rein in den Flieger und rüber nach Südamerika. Das gilt für mich (Juhu) das gilt nicht für meinen Rucksack (Buhuhu), der wollte lieber in Paris bleiben, der alte Romantiker. Ich komme also in Manaus an, mein Backpack nicht. Dafür hilft mir aber ein kleiner Brasi-Boy ein unverständliches portugisisches Formular auszufüllen – rein ins Taxi und zum Rattenloch einer Herberge, die – das sei gesagt, die guenstigste in ganz Manaus ist. Bzw zumindest die mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Preis ist sehr gering, Leistung ist eher auf der sozialen Seite daheim, weil ich hab kein eigenes Bett, sondern ich schlafe auf einer weichen Matrazen mit den Boiz im 10m2 Raum, die diese Herberge betreuen. Warum ist sie trotzdem so geil? 

 

1. Deluxe Fruehstueck der Marke Hausgemacht, 

2. Lauter interessante Leute 

3. Noch mehr spannende Menschen. 

 

Der Betreiber dieser Piratenherberge ist ein gut aussehender Indigener-Mischling, mit Wurzeln in Guenea, mit einem staendigen Laecheln am Gesicht. Duerfte der freundlichste Mensch Brasiliens sein und er ist wirklich eine coole Sau. Heisst Josuel. Keine 25 Jahre alt. Er war mal Goldgraeber im Dschungeln, er hat bis elf im Urwald gewohnt – so richtig. Wie ein Indiander halt. Dann war er Drogenkurier, dann hat er als Tourguide begonnen und heute ist er der leiwande Knabe, der neben mir sitzt und sich eine Zigarette anzuendet. Sein Papa sitzt auch da, er hilft aus, kocht, putzt, bereitet die Zimmer vor und raucht so wie alle anderen. Der Papa war natürlich auch ein harter Goldgräber, ja das waren Zeiten lacht er, als sie den Dschungel umgegraben haben und mit Quecksilber das Gold aus der braunen Suppe gewaschen haben, sau gefährlich, weil es waren ja einfach nur selbstgegrabene Löcher die da in den Boden geführt haben, viele Meter Tief mit Quergängen, ohne Absicherungen ohne nichts – nur mit viel Mut und ein wenig Erfahrung. Draußen hat immer einer mit der Knarre aufgepasst, einer der Jungs eben – weil unter Goldgraebern kommt es oefter vor, dass einer den anderen ueber den Haufen schießt, wegen dem Gold. Richtig Goldgraeberstimmung und Egoismus in Reinkultur. Lauter arme Leute und viel Gold im Boden.

 

Danach, sagt der Papa, habe die Landschaft wie ein Skelett ausgesehen. Nach der Graberei. Jaja. Alles kaputt. Das Gold haben sie an irgendeinen kanadischen Konzern verkauft, der dort die Schuerfrechte hatte, oder vielleicht einen australischen Konzern, so genau wisse er das auch nicht. Es war aber eine gute Zeit, meint er, schnelles Geld. Sie haben dann aber so ziemlich alles verprasst, versoffen und verbraten. Naja – der Sohnemann beginnt jetzt ein Business, er betreibt die Herberge.

Ich sitze in dem Business. 1. Tag in Manaus und ich bin so froh, nicht mehr auf der Strasse zu gehen. Ich habe die Herberge natuerlich nicht auf Anhieb gefunden, der Taxler hat mich irgendwo aussteigen lassen und gemeint – ja da waers. Stimmt nicht: da wars nicht. Tageszeit: Mitternacht. Brasilianisch-Kenntnisse: Ja – Nein – Danke – Krokodil. Angst: Gross, weil alle Wertsachen sind in dem kleinen Rucksack, der mir noch geblieben ist. Alles Geld, alle Karten, das 1000-Euro-Fernglas. Ich muss leider – hab keine andere Wahl – wie das ärgste Wiessbrot in dieses kleine Ghetto rein und nach dem Weg fragen – Internet hab ich auch keines und Handy rausholen – da kann man es gleich selber in den Gulli werfen. Ich fuerchte mich also. Ich, ein 1,87 großer, muskolöser, kahlgeschorener, Wikinger – ich fuerchte mit vor so ziemlich jedem der kleinen Brasis. Nervös blicke ich umher, wer wird mich jetzt überfallen?! Keiner! Alle sind sau lieb, obwohl ich nur “Krokodil” sagen kann und “ja” und grinsen und laecheln und “danke”. Sie bringen mich zur Herberge, die war nur 100m entfernt. Ein kleiner schwarzer Junge holt mich von der Straße und heißt mich willkommen. “I am Jamaika”, sagt er. So heißt er. “You have been in Brooklyn-B”, meint er, der Name ist seine Eigenkreation. Brooklyn-B wäre so ein bisschen das Ghetto hier, da würde man die Drogen kaufen, es wäre aber okay – alles gut. “No worries bro.” Er lacht, so wie alle hier.

 

Die Boiz in dem Laden sind von der aller feinsten Sorte. Ich bin noch massiv gestresst, weil Angst ums Leben, ums Geld und Rucksack weg, aber sie machen gute Stimmung. Sie verdienen sich hier und da ein wenig Geld. Die meisten von ihnen haben wenig oder nichts – aber viel Zeit haben sie und mit der gehen sie großzuegig um. Sie plaudern, erzählen von ihrem Leben und die allgemeine Meinung ist: We are all humangs – right? So in die Richtung, jeder haette das gleiche Lebensrecht, keiner wäre schlechter oder besser, jeder soll ein gutes Leben haben. Life and let life. So die Schule.

Was macht also Little Jamaika da? Gute Frage und eine Antwort, die keiner erraten wuerde. Little Jamaika war ein Kindersoldat in einem afrikanischen Safari Land: keine Schule, keine Familie, dafuer Guns and Bullets. Irgendwann (mit 14) hat er mit vier anderen Kollegen die Waffen verkauft, das war sein Ticket in die Freiheit (haette auch das Ticket in den Tod sein koennen, aber sie haben ihn nicht erwischt). Little Jamaika und seine Freunde haben sich bis nach Libyen durchgeschlagen und dort hat er gesehen, wie das Wheed in großen Haufen nach Europa kommt. Er hat dann aber sehr schnell rausgefunden, dass es fuer die Menschen schwieriger ist und dass Fluchtlinge mittlerweile in Europa nicht sehr gut behandelt werden – darum ist er mit einem Frachtschiff ueber den Atlantik gefahren, nach Rio. Er hat gearbeitet und so ließen sie ihn Mitfahren. 70 Tage. Ja genau. In Rio ist er dann irgendwie eingereist. Wie? Mit viel Glueck, weil Papiere hatte er keine und auch sonst nichts. Was macht man, wenn man nichts hat? Richtig, man geht ins Favela. Dort brauchen sie sowieso Leute die mit Waffen umgehen können. Little Jamaika arbeitet fuer die Gangs (er ist ja ein Illegaler, einer ohne Papiere), irgendwann steigt er auf und wird Favela-Touristenfuehrer. Er fuert die Europaer und Amerikaner ins Favela – ein bissal Elend schauen und Gangs. Er hat einen Deal mit den Polizisten und einen mit dem Kartell – damit kann er sein Business aufziehen. Es ist gefaehrlich sagt er, aber es brachte gutes Geld. Ziemliches Glueck dass nie einer drauf ging, meint er, aber ein paar Mal wars knapp. Der Junge hat was zu erzählen.

Dann bekam er ein Angebot auf einer kolumbianischen Drogenplantage zu arbeiten. 150 Dollar / Day – ein super Lohn. Aber er hoerte von Freunden, dass man von dort kaum mehr wegkommt, man weiß dann einfach zu viel. Little Jamaika entscheidet sich gegen die Kohle und fuers Leben. Er geht nach Manaus und morgen wird er mich durch die Stadt fuehren.

 

In Kuerze: Stadt – ja eh eine Stadt halt.

 

Dann Tour am Amazonas, mega Touristisch mit Delfinen schmusen und so weiter. Ein offizieller Tour-Anbieter – viel Bootfahren, fuer viel Geld, mit vielen Amerikanern, vielen Smart-Phones und Gopros. 

Aber diese rosaroten Delfine habens mir angetan. Sehr, sehr beeindruckend die Tiere, magische Wesen fuer die Indigenen. Ein arges Gefuehl so einen Delfin zu beruehren. Weich, maechtig, wilde Flussdelphine halt, mit denen man wirklich baden kann.

 

Dann noch ein Tag in Manaus. In der Früh hole ich den Rucksack (der mir dann doch nachgereist ist) und am Abend kommt die Freundin. Wegen der Zweisamkeit wechseln wir in eine Luxusherberge. Sprich: eigenes Bett, Pool und sau viel Stacheldraht rundherum, damit die Armen nicht rein kommen und uns das Geld stehlen, das wir eigentlich eh uebrig haben. An das muss ich mich erst gewoehnen, diese militaerische Sicherung von Reichtum. Ich finde es schrecklich und ich werde nie aufhoeren es schrecklich zu finden und ich hoffe, dass es bei uns nie so weit kommen wird. Zementierte, mit Stacheldraht und Bewegungsmeldern gesicherte Ungerechtigkeit.

 

So ist das. 2 Tage Wiedersehensfreude und dann gehts schon in den Dschungel, irgendwie hat sie zugestimmt, die Freundin, selber schuld. Ich freu mich wie ein kleines Kind. 1. Auf den Dschungel, 2. Gemeinsam zu fahren. Josuel führt uns, der Guide, der halb Indigene, der gute Mensch, der Herbergenbesitzer und er führt gut. Er spricht ausgezeichnetes Englisch, wie der geilste Ghetto Boy – was sich super finde und dich Freundin nicht so super. Aber ich kann die ganze Zeit fragen und auch die Antworten verstehe ich. So hab ich mir das vorgestellt. Shawn ist wirklich ein Jungle-Boy. Er kennt sich aus mit Schamanismus, mit Geistern und Fluechen. Er kennt sich aus mit Pflanzen und dem Indianerleben im Amazonas. Er liebt den Dschungel, er ist dort geboren worden und ist dort aufgewachsen. Ihm blutet das Herz, wenn er die fetten Rodungen sieht, hier wär es noch nicht so schlimm, meint er, aber weiter im Süden, dort wo Soja und Cattle ist – dort würden gigantische Flächen nieder gemacht. Einfach weg. Der gute Wald, der alles zum Leben zur Verfuegung stellt. Die Indianer vertrieben. Einfach so. Ja fürs Soja – damit unsere Rindviecher schneller fett werden. Super Sache. 

Er fuehrt uns aus Manaus zum kleinen Inländer-Hafen, dort gibts 1 leckeren Nuss Drink (fuer kein Geld) und dann mit dem Boot ueber den Amazonas (ein riesen Fluss). Ein riesen, riesen, riesen Fluss, wo überall Baumstämme aus dem Dschungel herumtreiben, schwimmende Wiesen und (ich glaubs kaum) überhaupt kein Müll.

 

 

Erster Stop: Meeting of the waters: Rio Negro und noch ein Fluss (Name Vergessen) fließen zusammen und vermischen sich auf Kilometern nicht. Naturspektakel. Jo eh. Es geht weiter und es fliegen mehr Voegel auf. Meine Welt beginnt. Ueberall am Wasser Schwimmpflanzen, sie verfangen sich manchmal in der Schraube aber meistens fetzen wir durch. In den Nebenarmen dann die schwimmenden Hauser, River People. Frueher haben die in Manaus gelebt, erzaehlt Shawn, aber irgendwann waere das Leben fuer sie zu tuer geworden und man haette sie abgesiedelt. Jetzt leben sie hier. Schwimmende Haueser auf dicken Urwaldstaemmen, schwimmende Gaerten, schwimmende Weiden mit Rindviechern und Schweinen. schimmende Huhnerstaelle. Das ganze eingerahmt in eine spiegelnde Wasseroberflaeche, bluehende Tropenbaeume und weiße Wolken, die sie grad zu einem fetten Gewitter auftuermen. Ich finds geil. Aus jedem Busch, von jedem Blatt, hinter jeder Schwimmpflanze fliegt ein Vogel weg. Ich halts kaum aus, so viele geile Viecher und auch die Hanna begeistert, weil schoen hier, schoen dort und schau Bootfahren.

Am Ufer erwartet uns ein kleiner Fischmarkt, ein T2 VW-Bus und ein Fahrer fuer den Bus. Wir fahren die Transamazonika entlang. Die Straße ist in mieserablem Zustand. Ein riesen Glueck wie ich finde. So geht die Abholzung nicht so schnell voran. Links und rechts der Straße ist aber alles wegrasiert, einzelne Baume stehen, noch. Maechtige Paranussbaeume. Auch schoen, aber der Primaerwald ist weg. Wir biegen auf eine rote Erdpiste ab – Marke Kongo - und ab jetzt rutschen wir nur noch. Die Reifen muessen komplett glatt sein, aber unser Fahrer ist ein Ralley-Weltmeister und wir driften eine halbe Stunde dem Jungle entgegen. Gruen wird dichter, ich werd aufgeregter, Shawn erzaehlt vom Jaguar, den er einmal am Weg zur Goldmine getroffen hat, der ihn zum Glueck nicht gefressen hat, der in passieren ließ. Der Jaguar ist das mystische Tier schlechthin und auf genau jeder Touristenwerbung drauf, nur zu sehen bekommt man ihn nicht. Zumindest nicht in wild “You don’t see him, but he will see you“, meint unser Indianer Guide und ich schaetze er hat recht. Wenn sich sogar die Eingeborenen vor dem Jaguar fürchten, vielleicht ist er dann echt gefährlich.

Wir kommen an eine so ausgefahrene Stelle in der Jungle-Street, dass wir fuer ein paar Meter hatschen muessen. Zu Fuß zum naechsten Bus. Es ist sau heiß, weil es ist sowohl Mittag als auch Equator hier. Innertropische Konvergenzzone mit senkrechter Sonne. Das bedeutet: Regen, Hitze, 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und unendlich viel Regenwald.

Der Fahrer des nächsten Busses ist eine Pfeife, er fährt viel zu schnell und hat dabei sein Auto nicht ganz im Griff. Das heißt wir muessen den Wagen aus dem Dreck schieben, nachdem er es ihn in den Graben dreht. Ich und Shawn schieben. Hanna macht Fotos. Nasser, roter Dschungelmatsch. ausgelaugte Tropenerde. Ich bin also schon komplett eingesaut bevor ich ueberhaupt in den Dschungel komme. Aber ich komme in den Dschungel. Am Ende der Busfahrt wartet nämlich ein Häusschen, samt Anlegestelle und Verkaufsladen. Shawn sagt er riecht eine Schlange, eine Boa constrictor meint er und wir beginnen zu suchen. Will unbedingt fette Schlange sehen. Hanna sagt, es waere okay, wenn wir die Schlange nicht finden. Wir finden sie nicht. Aber ich lerne – im Jungle muss man all seine 5 Sinne verwenden, immer auf der Hut sein, es kann ein gefährlicher Platz sein. Vll sogar den sechsten Sinn auch noch einschalten, zumindest aber das Fernglas auspacken.

An den Bäumen ringsum, die alle fett unter Wasser stehen, sitzen Eisvögel, Reiher, viel viel Federvieh. Wir warten aufs Boot und in dem Moment öffnet der Tropenhimmel seine Schleusen. Mittagsregen. Sau geil. Wir haben noch Unterstand, was wir in den naechsten Tagen nicht mehr haben werden.

Dann kommt ein kleines Boot, Rucksaecke ins Boot, Menschen dazu und wir fahren in die Wildnis. Der Nebenfluss an dem wir starten ist klein aber alle Wasserwege sind verbunden. Es ist gerade Hochwasser und das ganze Land steht unter Wasser. Wir bleiben bei einer kleinen Fischerhuette stehen und laden unser Gepaeck aus, schmausen und steigen dann in eine noch kleinere Nussschale.

“This boat is leaking quite a loot”, sagt Josuel, als er sieht dass es auf allen Seiten des Holzbootes das Wasser rein drückt. Ist aber kein Problem, es liegt ja eine halbe Kokosnuss im Boot und wir schoepfen das Wasser einfach regelmaeßig aus. Noch mehr Seen und die Anzahl an farbigem Federvieh ist schoen langsam eine Beleidigung fuer jeden euorpaeischen Ornithologen. Wir fahren in den ueberschwemmten Wald. Der Boden liegt Meter unter uns, wir schlaengeln uns zwischen den Baeumen durch, ich vorne drauf mit dem Paddle, versuche uns zwischen den Staemmen durchzumanoevrieren. Ueber uns die Affen, die Faultiere, im Wald die Fledermauese, die Baumlaeufer, die Fische die hier und da nach Fruechten schnappen. Rundherum und ueberall Moskitos. Aber wir sind vorbereitet und außerdem, so ein paar Stiche haben noch keinem geschadet. Der Wald beeindruckt mich. So etwas hab ich noch nicht gesehen. Der Fluss fließt schnell, mitten durch die Baeume. Irgendwann kommen wir wieder raus, fischen uns ein paar Piranjias aus dem Wasser und gehen Abendessen. Bei Kerzenschein erzählt Josuel vom Leben der Indianer, von ihrem Leben in der Blase. Sie kennen nichts anderes als den Wald, sie leben, jagen, fischen und ziehen weiter. Keine Vorratshaltung, keine Reserven, der Wald hat immer genug fuer sie geboten: Behausung, Nahrung, Medizin, alles. Aber die Welt bekommt Risse. Die Goldgraeber kommen ueberall hin, Missionare versuchen ihnen ein christliches Lebenskonzept aufs Aug zu druecken, in den Grenzregionen regiert Narcos und andere Drogengangs. Die Indianer werden von ihrem Land vertrieben – sie kennen das Konzept von Landbesitz nicht und schwupdiwup stiehlt ihnen wer den Jungel unter dem Arsch weg. Wenn sie in die Stadt kommen finden sie sich kaum zurecht. Das ist einfach eine andere Welt. Man merkt Josuel seine Herkunft an, es stresst ihn kein bisschen, nichts zu Essen dabei zu haben. Er weiß wie man ein Guerteltier faengt, er weiss wo es Fruechte gibt und Fischen kann er wie der reinste Silberreiher. Das zeigt er uns auch gleich, mit seinem Freund, der das Boot steuert. Es ist mittlerweile Nacht und wir haben Taschenlampen. Zuerst faengt er einen Kaiman aus dem Wasser, mit der bloßen Hand, wie sonst, packt ihn hinterm Kopf und rein damit. Auch ein schoenes Tier. Dann packen die Burschen den Speer aus und harpunieren zwei Fische. Bissal schwer fuer uns Westler zu ertragen, wie die Fische, zappelnd und langsam am Boden des Bootes verrecken. “Yeah, its gonna die”, sagt Shawn, als er sieht, dass wir den Fisch bemitleiden. So Auge in Auge ist das was anderes, als bei Iglo.

 

Wir kommen zum Haus zurück. Wir schlafen in Hängematten mit Jungle-Sound im Ohr. In der Früh wecken uns die Vögel, der Nebel hängt über dem Fluss, Josuel ist schon seit einer Stunde munter und Frühstück gibts auch.

 

So könnt ich noch 1 Stunde weiterschreiben, aber das liest dann eh keine Sau mehr.

 

Checkliste

 

Im Amazonas baden: check

 

Die Freundin schief anreden, sie fuerchtet sich vor Anakonda, Stachelrochen und Krokodilen, wirklich feig – check

 

Noch einen Tag im Jungle bleiben und später noch 2 – check

 

Sich wünschen noch viel mehr Tage dort zu bleiben – jajaja

 

Mittlerweile sitze ich in Kolumbien, Amazonas war soo beeindruckend, dass ich zurueck will (irgendwann bald) und noch mehr will, dass dieses Ding erhalten bleibt. Sind ja die Lungen des Planeten. Oida. Bitte!

 

Danach war noch viel Bootfahrerei, danach war noch Fußballspielen mit kleinen Brasis, danach war Boot verpassen und sich teuflisch aergern, dass wir das Touristenschnellboot nehmen, um Zeit zu sparen. Danach war noch viel mehr Jungle, Aras, Affen, Fische, Alles – viel zu viel um es in so kurzer Zeit zu erzaehlen, es hat gerade Mal zum Erleben gereicht.

 

Jetzt werden wir mal schauen, ob der Pablo Escobar noch ein bissal Kokain fuer uns uebrig gelassen hat. (Kolumbianer moegen es uebrigens unglaublich gerne, darauf angesprochen zu werden – versteh ich ehrlich gesagt nicht ganz, der Typ hat ja auch gutes gemacht, nicht so wie unser Held Autobahnen gebaut, sondern Soziales: Geld fuer die Armen…naja, egal, ich werds recherchieren.)

 

So far: Stay tuned! Stay in the flow! Freut euch ueber jeden Tag an dem euch keine Moskito sticht.

 

Bussi Baba

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